Benno Kälin, VJ-Veteran, ist momentan in München stationiert. Er berichtet dort über den Prozess der drei angeklagten Jugendlichen. Kälin ist gelernter Typograf und schon so lange bei Tele Züri, dass er wahrscheinlich auswählen darf, wo er hingehen will.

Wäre Kälin ein Akronym, dann wäre sein zweiter Familienname WYSIWYG. Das steht für  What You See Is What You Get (Was du siehst, ist was du bekommst). Kälin (sprich Chälin) schneidet nämlich nur Pressekonferenzen zusammen und beteuert in den bisherigen Sendungen jedesmal, “dass nichts von der Verhandlung durchsickert”. Also scheint er auch keine besonderen Anstrengungen zu unternehmen, hinter die Kulissen zu blicken. 

Warum ist so jemand dann extra nach München geflogen? Ganz einfach: Bei Tele Züri bedeutet Journalismus bei Pressekonferenzen das Tele Züri-Mikrophon sichtbar auf den Tisch zu stellen. Gleiches sah man dann ein bisschen später beim Bericht über den Entscheid einer UBS-PUK. Erika Forster erklärte kurz ihre Absage an einer PUK. Keine einzige Nachfrage, kein kurzer Kommentar zu diesem doch interessanten Beschluss.

Wenn Tele Züri schon mal das Glück hat, pro Tag nur etwa 25 Minuten redaktionelle Arbeit zu leisten, dann wäre es vielleicht erstrebenswerter, nur zwei, drei News zu bringen, die aber wirklich etwas hergeben.

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